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31. Deutschen Arbeitsbesprechung über Fragen der Unkrautbiologie und –bekämpfung

Zuverlässige Unkrautbekämpfung trotz Reduktion von Herbiziden

Heidrun Bückmann*, Arnd Verschwele
Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland, Braunschweig
*heidrun.bueckmann@julius-kuehn.de

Die Landwirtschaftliche Praxis steht heute erheblichen Herausforderungen gegenüber. Insbesondere die Umsetzung der Ackerbaustrategie 2023 und die geforderten Einsparungen von Pflanzenschutzmittel im Rahmen der Farm-to-Fork-Strategie u. a. erfordert ein Umdenken im Pflanzenschutz. Neue Wege müssen gefunden werden, um auch weiterhin eine verlässliche Unkrautregulierung zu realisieren.
Die Reduktion von Herbiziden bei der flächenmäßigen Anwendung ist dabei möglich, wenn die Wirkpotentiale der Herbizide ausgenutzt werden und die spezifische Verunkrautung einer Fläche Berücksichtigung findet. Dazu wurde in den vergangenen Jahren das Entscheidungshilfeprogramm InnoHerb (Innovative Entscheidungshilfe zum effizienen Einsatz von Hrebiziden) entwickelt, das diese Aspekte berücksichtigt. Das Programm berechnet möglichst sparsame, aber dennoch effektive Aufwandmengen für die Unkrautregulierung in Mais und Wintergetreide. Mit InnoHerb sind Einsparungen möglich, ohne große Investitionen in technische Ausstattungen zu leisten. Es ist über das Internetportal von ISIP (Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion e.V.) nutzbar.
Vorgestellt werden Potentiale der Entscheidungshilfe am Beispiel typischer Verunkrautungen in Mais und Winterweizen. Wirkungen von Behandlungen nach Vorschlägen des Programms werden im Vergleich zu betriebsüblichen Behandlungen gezeigt. Die Ergebnisse resultieren aus mehrjährigen Feldversuchen zur Validierung des Entscheidungshilfeprogramms und verdeutlichen Reduktionen in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht.

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